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Der steinige Weg zu einem Wunschkind

Jede Frau, zumindest jede 2 Frau hat einen Wunsch nach einem Nachwuchs, ja sogar ich habe mittlerweile diesen Wunsch. Genau ich, die immer sagte: Kinder? Ich? Ja genau, du träumst ja. Wenn ich an diese Worte denke, bekomme ich sogar heute noch eine Gänsehaut.


Doch warum hat sich das so Schlagartig geändert?

Ich muss sagen, dass ich schon vor meinem Mann den Wunsch danach hatte, aber aus irgendeinen Grund hat es „Gott sei Dank“ nicht funktioniert. Nun ja, seit ich meinen Mann kennengelernt habe und ihn auch heiraten durfte, war dieser Babywunsch noch intensiver geworden.

Wenn doch diese doofe Rechnerrein nicht wären mit meinem „super“ Schwankenden Eisprung, der meint mich jedesmal verarschen zu müssen und die Tage so hin und her würfelt wie es ihm gerade passt. Jaja, unser geliebter Sprung *lach*

Es gibt ja schon so vieles, wie man es am besten erkennen kann, wann es soweit ist. Doch ganz ehrlich, dass mit der Temperatur messen ist nichts für mich, denn das sollte man am besten direkt nach dem Aufwachen messen, und ich kenne mich zu gut das ich es immer wieder vergessen werde. Also Temperatur messen ist nichts für mich.

Gut, dann kommen wir zum nächsten und zwar, wenn man seinen Körper gut kennt, sieht man auch die Anzeichen die er uns sendet. Aber da die gute Frau Tuchard, jahrelang die 3-Monatsspritze genutzt hat, spielt mein Körper sowieso seine eigene Rolle und macht einfach was er gerade möchte. Also darauf verlassen kann ich mich auch nicht immer. Ich brauche einfach die Sicherheit das es wirklich soweit ist.

 

Und die aller letzte Methode habe ich vor gut 4 Monaten entdeckt, die guten alten Ovulationstests. Wir haben es natürlich sofort bei dem nächsten Zyklus ausprobiert und ich war total begeistert. An den 2 fruchtbarsten Tagen, erkannte man sehr gut an den 2 dicken Strichen, denn nach diesen Tagen sah man sehr gut, dass der eine Strich wieder heller wurde.

Seit wir diese Streifen nutzen, konnte ich mich auch mehr auf meinem Körper konzentrieren und siehe da, auf einmal sind mir alle Signale aufgefallen die mir mein Körper gesendet hat. Jetzt kann die Babyplanung richtig starten. 🙂


Enttäuschung und Traurigkeit

Jetzt möchte ich auch über ein Thema sprechen, dass mir bis heute noch sehr schwer im Magen liegt. Es fällt mir einfach schwer darüber zu Reden.

Dezember.2016 war einer für mich der schönsten Tage, nicht nur weil an diesem Tag Weihnachten ist, sondern weil ich einen wirklich wunderschönen Hochzeitsantrag bekommen habe. Total romantisch in der Stadt Salzburg nach einer Kutschenfahrt. Ganz ehrlich mir kam dieser Tag auch schon etwas skurril vor, denn Mutti mochte nie wirklich das Kutschenfahren und mein Mann ist gegen Pferdehaare sehr allergisch. Okay, ich dachte mir meinen Teil und so fuhren wir durch die Mozartstadt, einfach herrlich! Wieder auf dem Weihnachtsmarkt angekommen, stieg mein Göttergatte von der Kutsche ab, hielt mir einen Ring vor und so wurde ich gefragt: Willst du meine Frau werden? So sentimental wie ich auch bin, weinte ich und konnte keine Worte mehr fassen und ich sagte einfach nur: JAA ich will! Wenn ich daran denke, kommt mir ein Lächeln aus.

 

Für mich war es die schönste Zeit, doch hätte ich gewusst was uns für einen Rückschlag erwarten würde, hätte ich am liebsten nur weinen können.

Jänner, Freitag der 13 an diesen Tag war mir schon sehr komisch, meine Launen kaum mehr zu ertragen und ich war mit mir nicht mehr zufrieden. Ich war auch noch 6 Tage überfällig, was aber bei mir nichts heißt. Aus Neugier wollte ich wieder mal einen Schwangerschaftstest machen. Nach 5 Minuten Wartezeit, konnte ich es nicht fassen, 2 Striche. Ich weiß nicht mehr wann ich das letzte Mal so gezittert habe – meine Nerven waren so blank, dass ich einen weiteren Test machen musste.

Einen Digitalen Test, kramte ich aus dem letzten Eck meiner Schublade, mal sehen ob er mich auch zum Strahlen bringt. Nach 5 Minuten wieder ein Ergebnis: Schwanger 2-3!!

Mir durchlief es kalt und heiß, war sprachlos und hatte sogar Tränen in den Augen. Endlich hat es geklappt und wir werden Eltern.  Doch wie sollte ich es am besten meinem Mann beibringen. Hatte einige Ideen, ihn zu überraschen, dabei kochte ich extra für ihn und als „Nachspeise“ bekam er den digitalen Test. Ich sagte extra zu ihm, er solle die Augen schließen da ich etwas Neues ausprobierte und ich Ihn überraschen wolle. Den Test habe ich auf einem Tellerchen serviert und ihn vor die Nase gesetzt, „Augen auf“ sagte ich und er sah diesen Test, sah mich an und wieder auf den Test bis er es realisierte was los war. Wir umarmten uns und weinten vor Freude und Glück. Gute 4 Tage durften wir mit dem Gedanken „wir werden Eltern“ leben, bis eines Tages alles änderte.

Mich quälten starke Schmerzen, Übelkeit und Unwohlsein. Auf einmal bekam ich noch starke Blutungen dazu, die mich noch mehr in den Boden drückten. Von da an wusste ich, dass ich den kleinen Krümmel verlieren werde, was sich auch nach 2 Tagen herausstellte.

Wir haben nicht lange gewartet und sind sofort in das Krankenhaus gefahren, dort wurde erstmal Blut abgenommen um den HCG Wert zu messen. Beim ersten Test wurde uns schon Gesagt dass der Wert sehr weit unten ist, um mehr sagen zu können, ob er sich aufbaut oder nicht, musste ich am nächsten Tag wieder vorbeikommen um Blut abzunehmen.

Mit Bauchschmerzen und mit dem gewissen dass uns der Kleine bereits verlassen hat, mussten wir nach Hause und auf den nächsten Tag abwarten. Schlecht geschlafen, waren wir wieder um 8 Uhr im Krankenhaus angekommen und mir wurde gleich Blut abgenommen. Für uns waren die 2 Stunden Wartezeit, die Hölle!

„Frau Tuchard bitte“ ertönte eine weibliche Stimme, dass uns aufzucken lässt. Jetzt erfahren wir endlich was los ist. Mit einem traurigen Gesicht, sah uns die Frauenärztin an, und von da an wusste ich Bescheid. Ich konnte kaum mehr Aufpassen was sie uns sagte, denn ich war nur noch am Weinen und war total am Boden zerstört.

Warum nur, musstest du so bald von uns gehen? Wieso hast du uns das angetan? Wären wir für dich keine Guten Eltern geworden? Tausende Fragen schossen uns durch den Kopf, doch leider findet man keine Antworten. Es ist ganz egal in welcher Woche man ein Kind verliert, es ist immer schwer wenn es von uns geht.

Eine Woche wurde ich krankgeschrieben, um das besser aufarbeiten zu können, aber die erste Woche war für mich einfach unerträglich, schmerzhaft und war nur am Weinen.


Es geht weiter – Bergauf!

Bis heute sitzt uns diese schmerzhafte Erfahrung, tief in den Knochen. Aber wir wissen endlich, dass es bereits funktioniert hat mit dem Wunschkind, nur jetzt heißt es viel Geduld mitbringen und hoffen das es bald wieder klappt.  🙂

9 thoughts on “Der steinige Weg zu einem Wunschkind”

  1. Liebe Melanie,

    das mit deiner Fehlgeburt tut mir unendlich leid. Ich selbst musste so etwas zwar nicht erleben, kann mich aber sehr gut in dich hineinversetzen. Dein Kummer ist wirklich sehr groß. Aber auch ich kenne es von sehr Vielen aus meinem Bekanntenkreis und unter meinen Kolleginnen, die sich Kinder wünschten und es nicht geklappt hat. Sie haben ständig darauf geachtet, alles richtig zu machen – ohne Erfolg. Viele haben dann aufgegeben, manche ein Kind adoptiert – und plötzlich wurden sie schwanger. Ich denke, der übergroße Druck war von ihnen gewichen und das wünsche ich dir auch von ganzem Herzen.

    Dein Blog gefällt mir übrigens sehr sehr gut und ich komme gern wieder hierher.

    Liebste Grüße
    Sabine

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    1. Hallo Sabine,
      Du kannst dich da Glücklich schätzen, wenn du keine Fehlgeburt hattest, denn ich kann diesen Schmerz, diese Leere nicht mal genau Beschreiben so sehr hat uns das verletzt und Spuren hinterlassen.
      Wir haben schon von einigen Außenstehende, den guten Rat bekommen, mit dem Testen aufzuhören und einfach nicht darauf fixieren, nur leider fällt uns das schon sehr schwer. Ich bin nur froh, dass wir dieses Jahr noch so viel geplant haben mit dem verreisen, denn so hat man nicht wirklich die Zeit dazu, daran zu denken oder zu fixieren.

      Oh, lieben Dank ❤

      Liebste Grüße,
      Melanie

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  2. hach, mir fehlen die Worte… Es ist schon schwer, so einen Verlust zu ertragen (auch ich mußte…) Aber es hatte sicher einen Grund, wieso es so früh beendet wurde. Manchmal ist es einfach so und sicher kommt der nächste Glücksmoment, der länger anhält als nur einige Tage oder Wochen.. Ich drück Euch beiden die Daumen und auch ich rate Euch, keinen Zwang oder ständiges kontrollieren, es kommt wie es kommen soll…
    Ich bin mittlerweilen stolze Oma von 3 süßen Kids, leider durfte ich selber nur 1x richtig Mama werden…
    Ich wünsch Euch alles Glück der Welt

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    1. Es war eine harte Zeit für uns, denn ich konnte in dieser Zeit meinen Mann nicht mehr an mich lassen, da ich so Enttäuscht und verletzt war. Ich glaube aber jede Frau macht sowas einmal mit im Leben 😦
      Da wir jetzt unser Schätzchen (Blog) aufbauen möchten und auch viel Unterwegs sind, wird uns weniger zeit bleiben um darüber nachzudenken und zu kontrollieren.

      Oh toll, hach ja.. Kinder sind schon was schönes ❤

      Vielen Dank 🙂

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  3. Der Antrag war aber zuckersüss. Ich hatte nur deine Bilder gesehen und musste weinen. Himmel da wünsche ich mir doch auch mal meinen Mr Right.

    Ich gebe dir jetzt einen Rat den ich von 3 KIWU Mädls immer gelesen haben, nachdem sie schwanger wurden: Hör auf mit Tests und co. Genieße die Liebe mit deinem mann und lass den zwang weg!
    3 Damen, alle haben es Jahre lang krankhaft versucht, jede hatte sich versteift. Bei einer Dame war es dann so, dass sie in den urlaub fuhr und alles vergaß, schwups die Kleine ist heute 1 1/2 Jahre alt.
    Verkrampft versuchen und diese ganzen Test dinger bringen gar nichts. Habt euch und liebt euch einfach.

    Und das mit der Fehlgeburt liegt bei uns zum Beispiel i der Familie. Meine Schwester hat jetzt 3 Kinder. Rein rechnerisch war sie 6 Mal schwanger. 2 Fehlgeburten hatte sie vor der Geburt ihres ersten Kindes und eine nach Baby 2! Ihr schafft das schon, mit Liebe und Geduld.

    Ich finde euren Blog übrigens bezaubernd!

    xoxo Nessi

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    1. Ohjaa, der Antrag war einfach der Hammer süß ❤

      Ich habe das auch schon gehört, dass man am besten aufhören sollte zu testen, denn man macht sich unnötig verrückt und so ist man doch immer irgendwie angespannt, wann es wieder so weit ist. Man sollte alles doch genießen und nicht unter Druck daran "arbeiten".

      Oh mann die Arme 😦 sowas bricht mir immer das Herz, wenn man so viele Sternchenkinder hat 😦

      Das stimmt, nur Geduld gehört dazu und einfach viel gelassener werden ❤

      Vielen Dank Süße 🙂
      Glg Melanie

      Gefällt 1 Person

  4. Sehr schön geschrieben, da fühle ich mit dir. Google mal nach “Homöopathie bei Kinderwunsch“, da gibt’s bei urbia einige Tipps. Habe damals auch was genommen, aber weiß den Namen nicht mehr.
    Ich drück‘ Euch die Daumen, dass beim nächsten Mal alles gut wird. Alles Liebe für Euch … und ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße, Angela

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    1. Vielen Dank Angela 🙂
      Oh, davon habe ich ja noch nie etwas gehört, muss ich mir genauer anschauen. Lieben Dank für deinen Tipp ❤
      Lieben Dank von dir 🙂

      Liebste Grüße & einen tollen Wochenstart
      Melanie

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